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NAS |
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Rapper NAS ist als Künstler und Mensch smart genug, den
HipHop-Zirkus nicht allzu ernst zu nehmen.
Obwohl der 25jährige NASir Jones seine Arbeit natürlich sehr
ernst nimmt. Aber, wie er selbst sagt: Jeder, der
einigermaßen Tiefe und Intelligenz besitzt, muß sich von
diesem Ost- und Westküsten-Affentheater einfach
distanzieren. Erst recht, wenn es um Menschenleben geht. Mir
geht es nur um die Kunst. Peng! Klar, bei solch eklatanten
Konfrontationen in die Abgründe der menschlichen Seele, wie
sie häufiger in der Vergangenheit (z.B.: Tupac Shakur,
Notorious B.I.G.) vorkamen und hoffentlich zukünftig nicht
mehr vorkommen werden, wird in NAS der Poet, vor allem aber
der Sozialanalytiker wachgerufen. Sein Know-how bezüglich
innerstädtischer Politics, sozialem Druck und deren
Interaktion - er ist in Long Island City aufgewachsen -
macht ihn zum ultimativen Street Journalist. Soziales
Nitroglyzerin, das er aufsammelt und in seinen
hochentwickelten Rhyme Style kongenial umsetzt.
Mit seinen beiden ersten, auf Anhieb immens erfolgreichen
Columbia-Alben, Illmatic und It Was Written, zog er sich
selbst aus dem Slumsumpf raus. Nicht nur weil sich die
Dinger extrem gut verkauften (It Was Written bekam allein in
den USA Multiplatin verliehen, in Europa wurden mehr als
480.0000 Kopien abgesetzt), sondern weil er zum ersten Mal
in seinem Leben imstande war, seine unbändigen Energien zu
bündeln und in kreative Bahnen zu lenken. Der Mann, der von
sich behauptet: Ich schlafe nie, denn Schlaf ist der kleine
Cousin von Bruder Tod, ging sogar so weit, auf seinem
zweiten Werk für einen Song mit Westcoast-Koryphäe Dr. Dre
zu kollaborieren. Das ungleiche Duo proklamierte auf dem
Track das Ende des East- vs. Westcoast-Nonsens. Damit setzte
NAS nicht nur für seelenverwandte Brothaz and Sistaz ein
Zeichen.
Der lange Weg bis dahin läßt sich zurückverfolgen bis in die
achtziger Jahre, als NAS noch ein Urban Street Kid im
Teenalter war. Doch schon damals verbrachte er seine
Freizeit lieber im Studio beim legendären Producer Large
Professor (z.B.: Eric B And Rakim), der dem noch gänzlich
Unerfahrenen erste Tricks beibrachte. Ich war immer da. Saß
rum, kochte Kaffee, schmierte Brötchen und hatte manchmal
meine große Stunde bei einer klitzekleinen Session, erinnert
sich NAS an seine Anfänge. Sein Platten-Debüt kam in Form
eines Tracks mit der All-Star-Posse von Large Professors
Band Main Source auf deren Album Live At The BBQ. Schon
damals notierte das Urb Magazin: Im Gegensatz zu vielen
neuen MCs, gratwandert NAS mit seinen tiefgreifenden Rhymes
zwischen Genie und Wahnsinn. Mit 3rd Bass-Rapper MC Serch
nahm er dann ein Demo auf, das ihn als Remarkable New Talent
auswies. Serch war es auch, der NAS mit dem Song Halftime
auf dem Soundtrack von Zebrahead unterbrachte. Diese Nummer
etablierte ihn als unabhängiges Talent und brachte
schließlich auch den Deal mit Columbia Records ins Rollen.
Der Rest ist wie man so schön sagt History!
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